Es ist gar nicht so selten, dass sich im Verlaufe eines Coachings herausstellt, dass eigentlich besser die Vorgesetzten des Kunden zum Coaching gekommen wären. Nun kann man aber niemandem zum Coach zwingen. 😉

Aber auch hier ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Im systemischen Coaching versucht der Coach nicht nur, mit seinem Kunden an seinem individuellen Problem zu arbeiten. Der Kunde ist immer auch Teil eines sozialen Systems, das ihn umgibt. Und dieses System beeinflusst der Kunde automatisch immer mit, sobald er sein Verhalten ändert. Auf gut Deutsch: die Führung eines sozialen Systems erfolgt nicht nur durch die „ganz oben“, sondern alle führen sich gegenseitig. Nur die Macht, also die Durchsetzungsstärke, ist ungleichmäßiger verteilt. Hier schaut der Coach zusammen mit seinem Kunden, wo dieser Macht auf das System ausüben kann, um es zu seinen Gunsten zu ändern. Und damit wird es möglich, selbst die eigenen Chefs zu steuern.

Fragen Sie sich doch mal selbst: wo werden Sie eigentlich von Ihren Mitarbeitern geführt?