Für die Stadt Hamburg habe ich einen neuen Workshop mit dem Thema „Führen im digitalen Zeitalter – Schwerpunkt Kommunikationsmittel E-Mail“ erarbeitet. Obwohl im Coaching das Thema E-Mail als Führungsinstrument immer wieder gestreift wird, hat auch mir selbst die intensive Auseinandersetzung damit viele neue Perspektiven eröffnet. Die E-Mail hat sich in vielen Organisationen leider von einem Führungsinstrument zu einem führenden Instrument verändert, das in seiner hohen Taktzahl neben dem Top-Management auch die operativen Ebenen in Atem hält. Sehr interessant war in diesem Zusammenhang eine Studie in der Harvard Business Review, in der die Führungskräfte eines britischen Unternehmens nach einem kurzen Coaching die Anzahl ihrer gesendeten E-Mails um 54% reduzierten. Noch interessanter: das E-Mail-Aufkommen innerhalb der restlichen Gesamtorganisation sank dadurch um 64%. Führungskräfte sind sich oft nicht der kommunikativen Konsequenzen ihrer E-Mails bewusst, die einen Rattenschwanz an Folgekommunikation in den unteren Ebenen nach sich ziehen. Die Autoren der Studie geben an, dass 80% aller E-Mails im Top-Management durch angemessenere Kommunikationsmittel ersetzt werden könnten. Leider ließ sich die Gesamtstudie im Netz nicht finden, auch nicht über die einschlägigen Journal-Suchen.