Lob ist bei vielen Coaching-Kunden ein heikles Thema, das nicht pauschal behandelt werden kann. Auf der einen Seite ist Lob ein guter Motivator bei entsprechenden Mitarbeitern, die dafür empfänglich sind, auf der anderen Seite führt ein Übermaß an Lob zu einem Verlust an Glaubwürdigkeit. Viele Mitarbeiter haben sehr sensible Antennen, wie viel Lob des Vorgesetzten auf welche Mitarbeiter entfällt. Fühlen sich solche Mitarbeiter zu wenig gelobt, kann das schnell zu Missstimmung führen. Manchen Coachingkunden empfehle ich daher, ein kleines Lob-Tagebuch zu führen, um festzuhalten, ob bestimmte Mitarbeiter über- oder unterdurchschnittlich viel Lob erhalten. Ein weiterer Tipp aus dem Coaching: wenn Sie unsicher sind, ob Sie loben sollen oder nicht, sagen Sie stattdessen einfach „Danke“. Das Wort „Danke“ ist auch immer ein kleines Lob, und Sie können zu einem späteren Zeitpunkt noch entscheiden, ob Sie nachträglich loben wollen oder nicht. Achten Sie jedoch darauf, dass es einen klaren zeitlichen Zusammenhang zwischen Vollbringung und dem Lob dafür gibt – dasselbe gilt übrigens auch für Strafe.